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Willkommen

Der österreichweite Verein Ingenieure ohne Grenzen Austria wurde im Frühjahr 2013 in Salzburg gegründet und beschäftigt sich seitdem mit Projekten im Bereich der technischen Entwicklungszusammenarbeit. Zur Zeit gibt es die Regionalgruppen Graz, Leoben, Oberösterreich/Salzburg, Tirol und Wien.
Damit ist Ingenieure ohne Grenzen Austria mittlerweile bundesweit vertreten.

Die Mitglieder der Regionalgruppen treffen sich einmal monatlich, um aktuelle Themen zu besprechen und an Projekten zu arbeiten. Um uns und unsere Arbeit kennenzulernen, ist jede/jeder ­– egal mit welchem Hintergrund – herzlich eingeladen vorbeizuschauen. Genauere Informationen sind auf der Seite der jeweiligen Regionalgruppe zu finden.

Aktuelles

Erkundungsreise nach Cuartel la Mesa, Michoacán

Da die erste Phase der Renovierung der Escuela Rural Primaria Emiliano Zapata Ende August 2017 bevorsteht, sollten im Vorfeld bei einer zweiten Erkundungsreise noch einige Details geklärt werden, welche für den Erfolg des Projektes von entscheidender Bedeutung sein können. Der wahrscheinlich wichtigste Aspekt hierbei war herauszufinden, in wie fern die notwendigen Materialien vor Ort vorhanden sind, um die Baulogistik besser planen zu können. Ebenfalls sollte ausgelotet werden, ob die Bereitschaft der ansässigen Bevölkerung zur Mithilfe an der Baustelle weiterhin vorhanden ist – schließlich kann ein dreiköpfiges Team aus Tirol nur mit tatkräftiger Unterstützung vor Ort die gesetzten Ziele erreichen. Außerdem war es uns ein wichtiges Anliegen abzuklären, ob wir die Wünsche der lokalen Bevölkerung in unserer Planung gut umgesetzt hatten.

Dementsprechend traf es sich gut, dass ein Mitglied der Regionalgruppe Tirol schon geplant hatte, im Juni nach Mexiko zu fliegen. Daniel wurde von der Architektin Liliana Escobar, der Projektpartnerin in Mexiko-Stadt sehr freundlich empfangen und am Folgetag fuhren sie in das etwa 200 km westlich gelegene Cuartel la Mesa im Bundesstaat Michoacán. An der Escuela Rural Primaria Emiliano Zapata warteten auch schon einige Mütter, und ihre Kinder auf den Besuch. Die Väter waren weniger anzutreffen, da diese meistens zum Arbeiten in der Hauptstadt sind. Die Diskussionsrunde lief sehr harmonisch ab, da die ersten Arbeiten zur Ausbesserung des Bodens, der Wände und des undichten Daches in einem sich noch im Rohbaustadium befindlichen Gebäudes, sowie die Instandsetzung des Computerraumes und eines „Upcycling“-Workshops des alten Mobiliars auf allgemeinen Konsens stieß. Im Anschluss wurden die DorfbewohnerInnen, welche bereit waren, sich für die anstehende erste Ausführungsphase zu „verpflichten“, um eine motivationsbekundende Unterschrift gebeten, wobei großer Andrang herrschte. Anschließend erhielt Daniel noch eine Führung über das Gelände, damit er fehlende Puzzlestücke in der Planung in Erfahrung bringen konnte. Nach diesem offiziellen Teil war noch genug Zeit, die einheimische Bevölkerung beim Badminton und Fußball spielen näher kennenzulernen.

Wir freuen uns bereits auf eine erfolgreiche Ausführung der ersten Bauphase – ¡Mucho exito!

© Fekadu Aleka (EDA-E)

Unser neues Projekt in Äthiopien – wir bauen eine Brücke!

260 km nordwestlich von Addis Abeba, der Hauptstadt von Äthiopien, befindet sich das Bergdorf Ifa Biyya. Der Schulweg ist für viele Kinder mit der Überquerung einer Behelfsbrücke aus lose aufgereihten Baumstämmen ohne Geländer verbunden, für andere EinwohnerInnen ist sie der kürzeste Weg zu Markt, Krankenhaus und Kirche. Gerade zu Regenzeiten ist die Benutzung jedoch äußerst riskant, bei starker Wasserführung des Flusses wird die Konstruktion immer wieder beschädigt oder sogar zerstört.

Gemeinsam mit unserem Projektpartner vor Ort, der Organisation "Environmentalists Development Association – Ethiopia", überprüft die Regionalgruppe Graz derzeit die Rahmenbedingungen für den Bau einer langfristig beständigen Lösung. Bei positivem Ergebnis der Machbarkeitsstudie erfolgt der Planungsstart in den kommenden Wochen. Wir halten Sie auf dem Laufenden!

Das Bauteam und Schüler in Tansania

Das tägliche Wasserschleppen hat ein Ende!

Unser erstes Projekt in Tansania ist fertig umgesetzt – das tägliche Wasserschleppen in der St. Severine School in Biharamulo hat ein Ende! Die etwa 600 Kinder im Alter von 4 - 12 Jahren haben nun fließendes, sauberes Wasser in ihren Unterkünften bzw. in der Küche. Und so nebenbei haben wir auch noch zwei Trockentrenntoiletten für die LehrerInnen gebaut.

 

Was haben wir gemacht?

Innerhalb von 6 Wochen wurden

  • ein solider knapp 4 Meter hoher Sockel mit zwei Wasserhochtanks mit einem Volumen von je 10.000 Liter (Erweiterung um weitere 20.000 Liter möglich),
  • ein Wasserverteilnetz von etwa 400 Metern sowie
  • zwei Trockentrenntoiletten für das Lehrpersonal

in der St. Severine Primary School – einer Schule mit Internatsberieb für Schülerinnen von 4-12 Jahren - gebaut. Langfristig ist auch der Bau von Zisternen zur Nutzung von Regenwasser in Planung.

 

Die kleinen, feinen Unterschiede zu einer österreichischen Baustelle

Die Baustelle selbst bot einige Herausforderungen für unser Team: Beton wird nicht in Mischmaschinen, sondern händisch am Boden gemischt. Und die wichtigsten Werkzeuge brauchen Muskelschmalz statt Elektrizität, wie z. B. Bolzenschneider und Handsägen statt Winkelschleifer. Stromausfälle stehen nämlich regelmäßig auf der Tagesordnung.

Auch die Qualität der tansanischen Werkzeuge entspricht nicht immer unseren gewohnten Standards. Daher hat unser Team das eine oder andere Werkzeug, das von einer Baustelle nicht wegzudenken ist, aus Österreich mitgenommen. Beispielsweise Akkuschrauber mit hochwertigen Bits, Bohrersätze, diverse Zangen und auch eine Wasserwaage ist in Afrika keine Selbstverständlichkeit und musste Platz im Gepäck finden.

 

DANKE an unsere Kooperationspartner!

Vielen Dank an unsere Kooperationspartner

  • MOJO Fullscale Studio, die uns einerseits mit ihren Kontakten vor Ort und andererseits mit ihrem Werkzeug großartig unterstützt haben und
  • dem Team der HTBLVA Ortweinschule, ohne deren Engagement die Trockentrenntoilette nicht in der Bauzeit hätte fertig gestellt werden können!

 

DANKE an unsere UnterstützerInnen!

Vielen Dank an all unsere UnterstützerInnen, ohne deren Spenden die Projektumsetzung nicht möglich gewesen wäre!

Die Projektkosten für die Bauphase im Sommer 2016 beliefen sich auf rund 19.000,-- Euro.

Diese setzen sich unter anderem aus folgenden Einzelpositionen zusammen:

Materialkosten:               12.000,-- Euro

Personalkosten (lokal):    3.000,-- Euro

Reisekosten*:                  4.000,-- Euro

(* darin enthalten sind sämtliche Flug- und Transferkosten, Nächtigungen, Unfall- und Krankenversicherung sowie Impfkosten für alle IoG-Mitglieder vor Ort)

 

Ein Blick hinter die Kulissen: