DE | EN
logo

Willkommen

Der österreichweite Verein Ingenieure ohne Grenzen Austria wurde im Frühjahr 2013 in Salzburg gegründet und beschäftigt sich seitdem mit Projekten im Bereich der technischen Entwicklungszusammenarbeit. Zur Zeit gibt es die Regionalgruppen Graz, Leoben, Oberösterreich/Salzburg, Tirol und Wien.
Damit ist Ingenieure ohne Grenzen Austria mittlerweile bundesweit vertreten.

Die Mitglieder der Regionalgruppen treffen sich einmal monatlich, um aktuelle Themen zu besprechen und an Projekten zu arbeiten. Um uns und unsere Arbeit kennenzulernen, ist jede/jeder ­– egal mit welchem Hintergrund – herzlich eingeladen vorbeizuschauen. Genauere Informationen sind auf der Seite der jeweiligen Regionalgruppe zu finden.

Aktuelles

 

Tailoring Togo im ORF!

Über unser Projekt TailoringTogo wurde in der Sendung "Mittag in Österreich" auf ORF 2 berichtet!
Alle, die den Beitrag verpasst haben,können ihn noch bis kommenden Montag, 23.10.,
unter diesem Link in der TVthek des ORF finden: http://bit.ly/2hOwLzi

Vielen Dank für den Beitrag!

Ingenieure ohne Grenzen Austria bekommt einen neuen Anstrich. Wir basteln an unserem Design.

Rechts ein Ausblick auf das neue Logo!

Ingenieure ohne Grenzen Austria in Wien

Wir sind im Herbst wieder bei diversen Messen in Wien vertreten.
Wer uns näher kennen lernen möchte ist herzlich eingeladen bei einer dieser Gelegenheiten vorbei zu schauen:

Sa., 14. Oktober 2017 von 10:00 bis 13:00:  Stand beim SIM-Mobil, U3 Simmering
Di., 17. Oktober 2017, nachmittags: oneTUfree, TU Wien
Mi., 08. November 2017 von 9:00 bis 16:00: TECONOMY Vienna 2017, TU Wien (Freihaus, Wiedner Hauptstraße 8-10)

Komm vorbei! Wir freuen uns auf Dich!

Tailoring Togo: Junge Frauen auf dem Weg zur Selbstständigkeit

Im Oktober können die ersten zehn jungen togolesischen Frauen ihre kostenfreie Ausbildung im Bereich Schneiderei und Batik antreten. Das Ausbildungszentrum in Kpalimé wurde Ende Juli fertiggestellt.
In den nächsten Monaten wird das TailoringTogo-Team der Regionalgruppe Wien intensiv an der Evaluierung des Projektes arbeiten.
An dieser Stelle bedanken wir uns bei allen SpenderInnen für die großartige Unterstützung!
Besonderer Dank gilt den Firmen, die uns mit Geld- und Sachspenden unterstützt haben, den vielen privaten SpenderInnen und all jenen, die mit viel persönlichem Engagement dazu beigetragen haben, die Realisierung des Projekts zu ermöglichen!
Weiterlesen...

Factbox

Projekttitel: TailoringTogo
Projektziel:Bau eines Ausbildungszentrums für Schneiderei und Batik
Zielgruppe:Frauen im Alter von 15 bis 25 Jahre
Ort:Kpalimé, Togo – rund 100.000 Einwohner, 120 km nördlich der Hauptstadt Lomé
Fördergeber:Austrian Development Agency (ADA), Red Chairity Stiftung
Grundstücksgröße:724 m²
Nutzfläche:295 m²
Kosten:37.000,- € Bauvolumen
Projektlaufzeit: April 2015 – Juli 2017

Projektabbruch von „LeNi – Ein Dach über dem Kopf“

Leider müssen wir bekannt geben, dass das Projekt „LeNi –Ein Dach über dem Kopf“ in León, Nicaragua abgebrochen wird. Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, doch die Situation vor Ort macht eine erfolgreiche Implementierung unmöglich.
Es ist uns nicht gelungen die beiden vorherrschenden Interessensvertretungen der durch das Projekt begünstigten Personen zu einer Kooperation miteinander zu bewegen, so dass es keine nachhaltige und gerechte Nutzung der von uns geplanten Gebäude gäbe. Als erster Schritt des Projekts waren ein Gemeinschaftsraum und –küche für die BewohnerInnen des für die Umsetzung gewählten Viertels geplant. Die Bewirtschaftung wäre durch eine engagierte Frau vor Ort gewährleistet gewesen, die schon seit einiger Zeit für die Kinder des Viertels kocht und sie in Schreiben, Rechnen etc. unterrichtet. Doch noch bevor die Bedingungen für diese Kooperation ausgearbeitet werden konnten, haben wir erfahren, dass die Vertretung der regierenden Partei das Gebäude für ihre Zwecke nutzen wollte. Somit wäre es nur noch für ausgewählte Personen zugänglich gewesen, anstatt für alle BewohnerInnen des Viertels. Dadurch war klar, dass wir das Projekt nicht dem Leitbild des Vereins entsprechend umsetzen können. Die Suche nach alternativen Projektstandorten rund um León blieb aufgrund ähnlicher Gegebenheiten erfolglos.
Auch wenn wir dieses Projekt leider nicht zu einem erfolgreichen Abschluss bringen können, haben wir wertvolle Erfahrungen gesammelt, auf denen zukünftige Projekte aufbauen können. Die für LeNi gesammelten Geldmittel werden für die Umsetzung anderer Projekte des Vereins verwendet.

Erkundungsreise nach Cuartel la Mesa, Michoacán

Da die erste Phase der Renovierung der Escuela Rural Primaria Emiliano Zapata Ende August 2017 bevorsteht, sollten im Vorfeld bei einer zweiten Erkundungsreise noch einige Details geklärt werden, welche für den Erfolg des Projektes von entscheidender Bedeutung sein können. Der wahrscheinlich wichtigste Aspekt hierbei war herauszufinden, in wie fern die notwendigen Materialien vor Ort vorhanden sind, um die Baulogistik besser planen zu können. Ebenfalls sollte ausgelotet werden, ob die Bereitschaft der ansässigen Bevölkerung zur Mithilfe an der Baustelle weiterhin vorhanden ist – schließlich kann ein dreiköpfiges Team aus Tirol nur mit tatkräftiger Unterstützung vor Ort die gesetzten Ziele erreichen. Außerdem war es uns ein wichtiges Anliegen abzuklären, ob wir die Wünsche der lokalen Bevölkerung in unserer Planung gut umgesetzt hatten.

Dementsprechend traf es sich gut, dass ein Mitglied der Regionalgruppe Tirol schon geplant hatte, im Juni nach Mexiko zu fliegen. Daniel wurde von der Architektin Liliana Escobar, der Projektpartnerin in Mexiko-Stadt sehr freundlich empfangen und am Folgetag fuhren sie in das etwa 200 km westlich gelegene Cuartel la Mesa im Bundesstaat Michoacán. An der Escuela Rural Primaria Emiliano Zapata warteten auch schon einige Mütter, und ihre Kinder auf den Besuch. Die Väter waren weniger anzutreffen, da diese meistens zum Arbeiten in der Hauptstadt sind. Die Diskussionsrunde lief sehr harmonisch ab, da die ersten Arbeiten zur Ausbesserung des Bodens, der Wände und des undichten Daches in einem sich noch im Rohbaustadium befindlichen Gebäudes, sowie die Instandsetzung des Computerraumes und eines „Upcycling“-Workshops des alten Mobiliars auf allgemeinen Konsens stieß. Im Anschluss wurden die DorfbewohnerInnen, welche bereit waren, sich für die anstehende erste Ausführungsphase zu „verpflichten“, um eine motivationsbekundende Unterschrift gebeten, wobei großer Andrang herrschte. Anschließend erhielt Daniel noch eine Führung über das Gelände, damit er fehlende Puzzlestücke in der Planung in Erfahrung bringen konnte. Nach diesem offiziellen Teil war noch genug Zeit, die einheimische Bevölkerung beim Badminton und Fußball spielen näher kennenzulernen.

Seit 20. August sind nun Astrid, Maria und Timo in Cuartel la Mesa vor Ort, um gemeinsam mit lokalen Freiwilligen ein sich noch im Rohbaustadium befindliches Gebäude, das zwei Klassenräume und die Direktion beinhaltet, sowie den Computerraum zu sanieren. Des Weiteren stehen ein umfangreiches Upcycling-Programm zur Aufbereitung des ausgemusterten Mobiliars sowie die künstlerische Gestaltung der sanierten Räumlichkeiten auf dem Programm. Läuft alles nach Plan, können die Einrichtungen Ende September - also gerade rechtzeitig zum Schulbeginn - in Betrieb genommen werden.

Wir freuen uns bereits auf eine erfolgreiche Ausführung der ersten Bauphase – ¡Mucho exito!

© Fekadu Aleka (EDA-E)

Unser neues Projekt in Äthiopien – wir bauen eine Brücke!

260 km nordwestlich von Addis Abeba, der Hauptstadt von Äthiopien, befindet sich das Bergdorf Ifa Biyya. Der Schulweg ist für viele Kinder mit der Überquerung einer Behelfsbrücke aus lose aufgereihten Baumstämmen ohne Geländer verbunden, für andere EinwohnerInnen ist sie der kürzeste Weg zu Markt, Krankenhaus und Kirche. Gerade zu Regenzeiten ist die Benutzung jedoch äußerst riskant, bei starker Wasserführung des Flusses wird die Konstruktion immer wieder beschädigt oder sogar zerstört.

Gemeinsam mit unserem Projektpartner vor Ort, der Organisation "Environmentalists Development Association – Ethiopia", überprüft die Regionalgruppe Graz derzeit die Rahmenbedingungen für den Bau einer langfristig beständigen Lösung. Bei positivem Ergebnis der Machbarkeitsstudie erfolgt der Planungsstart in den kommenden Wochen. Wir halten Sie auf dem Laufenden!

mesaSolar

Im Rahmen des Projektes mesaSolar wird an einer mit Photovoltaik betriebenen Ladestation mit integriertem Wifi-Hotspot und zusätzlichen Lösungen aus dem Bereich Internet der Dinge (IoT) gearbeitet. MesaSolar wird in Zusammenarbeit mit und für geflüchtete Personen in Österreich gebaut, wobei er in Form von open source auch in den Ländern des globalen Südens Anwendung finden kann.
Seit dem Auftritt beim Lendwirbel in Graz hat sich beim Projekt mesaSolar einiges getan. Nach einem weiteren Bauworkshop sind die Hauptkomponenten (Solarpanel, Laderegler, Batterie, LEDs, USB-Ports) nun aufwendig miteinander verkabelt.  Der Tisch, der Mast und das Dach können somit getrennt voneinander transportiert werden. Die mesaSolar coding group arbeitet intensiv an der Konstruktion der IoT¬-Komponenten und deren Programmierung. Zum jetzigen Zeitpunkt können Umwelt- und Leistungsdaten des mesaSolar gemessen und mittels Internetanbindung per Fernzugriff abgelesen werden. Zusätzlich ist in der IoT-Box eine lichtabhängige Steuerung eingebaut, sodass sich die LED-Beleuchtung bei Dämmerung automatisch einschaltet. Derzeit wird fleißig an der Konfiguration des Routers für den freien Internetzugang und an einem separaten Druckschalter für ein manuelles, zeitlich begrenztes Einschalten der LED-Beleuchtung gearbeitet.
Unsere regelmäßigen Treffen im metalab haben uns nicht nur geholfen uns auszutauschen und gemeinsam Neues aus den Bereichen Programmieren und Elektrotechnik zu entdecken sondern auch andere spannende Initiativen wie refugeescode und f-droid kennenzulernen. Die nächsten Schritte sind das Zusammenführen aller Bauteile und der Transport des mesaSolar zum Garten der Begegnung in Traiskirchen. Wir hoffen, dass mesaSolar dort ausgiebig genutzt werden wird.