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SaWaS Tansania – Sanitäranlagen, Wasser und Strom für Schulen in Biharamulo

Der Ort Biharamulo hat ca. 5.000 EinwohnerInnen und liegt im Nordwesten von Tansania, im Ländereck von Burundi, Ruanda, Uganda und Tansania. Es ist ein ländliches Gebiet mit einer sehr geringen Einwohnerdichte. Mehr als 90 % der Bevölkerung lebt allein vom Ertrag ihrer Subsistenzwirtschaft und die Schulausstiegsquote nach der Grundschule beträgt ca. 75 %. Die Infrastruktur in dieser Gegend ist sehr schlecht: das vorhandene Wasser ist ohne Vorbehandlung kaum trinkbar, die Stromversorgung ist – wenn überhaupt vorhanden – nur sehr unzuverlässig. Als sanitäre Einrichtungen werden einfache Latrinen verwendet, die wiederum zur Verunreinigung des Grundwassers beitragen.

Quelle: www.google.de/maps

Projektziele und Aktivitäten

Ziel ist einerseits, durch eine praxisorientierte Ausbildung den Kindern und Jugendlichen einen Anreiz zu geben, ihre Schulkarriere über die Grundschule hinaus zu verlängern. Andererseits wird den Jugendlichen sowie den lokalen Bauern dabei geholfen, wirtschaftlich unabhängiger zu sein, um so der immer stärker werdenden Landflucht entgegenzuwirken.

In Kooperation mit der örtlichen Diözese und dem Grazer Architekturverein Mojo Fullscale Studio haben wir deshalb das Projekt BISFUCO gestartet – Biharamulo Saint Francis University College. Im Rahmen dessen wird ein landwirtschaftliches Weiterbildungszentrums inklusive Mittelschule für ca. 300 SchülerInnen im Alter von 14–18 Jahren gebaut. Es soll der lokalen Bevölkerung Möglichkeiten zur Kommunikation und Fortbildung in den Bereichen Anbaumethoden, Wasserwirtschaft, Maschineneinsatz, Verarbeitungsmöglichkeiten bieten. Der Aufbau eines landwirtschaftlichen Musterbetriebs bildet den Kern dieses Bildungszentrums.
Ingenieure ohne Grenzen Austria ist dabei für den Aufbau einer geeigneten Infrastruktur verantwortlich, deren Umsetzung nach einem mehrjährigen, nachhaltigen Masterplan erfolgt. Zudem werden wir die Sanitär- und Wasserversorgung der bereits bestehenden St. Severin Primary School verbessern. Den ca. 300 Kindern, die derzeit diese Schule besuchen, soll dabei auch die Wichtigkeit einer adäquaten Infrastruktur sowie eines nachhaltigen Umgangs mit Ressourcen bewusst gemacht werden.

Aus BISFUCO wurde das Projekt SaWaS Tansania – Sanitäranlagen, Wasser und Strom für Schulen in Biharamulo!

Kontakt

Ingenieure ohne Grenzen Austria
Regionalgruppe Graz
E-Mail: info.graz@iog-austria.at

Projektleitung: DI Matthias Böck
E-Mail: matthias.boeck@iog-austria.at

Partner

Diözese Rulenge-Ngara, Tansania
(www.diocese-rulenge-ngara.net)
Mojo Fullscale Studio (www.mojoproject.org)

Unsere Hauptaufgabenbereiche

Die Aufgabe von Ingenieure ohne Grenzen liegt in der Verbesserung der aktuellen Wasser- und Sanitärversorgung der St. Severin Primary School sowie der Planung und Implementierung einer geeigneten Infrastruktur für das neue Weiterbildungszentrum.

Ausreichende Wasserversorgung

Biharamulo hat das ganze Jahr über ein tropisches Klima mit sehr hoher Sonneneinstrahlung und einer Niederschlagsmenge von ca. 1.000 mm/Jahr. Es gibt eine große Trockenperiode jeweils von Juni bis August/September, in dieser Zeit fällt so gut wie gar kein Regen. Die Regenwassernutzung mit Hilfe eines Auffangsystems und der Bau von Zisternen können und werden ein großer Bestandteil der Wasserversorgung sein. Grundwasser ist ebenfalls vorhanden und könnte zusätzlich genutzt werden, allerdings muss die Wasserqualität erst im Zuge einer Erkundung von Ort überprüft werden.

Nachhaltiges Abwassermanagement

Bei einer Schule für etwa 300 SchülerInnen inklusive Lehr- und Administrationspersonal spielt das Abwassersystem eine bedeutende Rolle. Lässt man es einfach im Boden versickern, trägt man so zu einer weiteren Kontamination des Grundwassers bei – was besonders in wasserarmen Gebieten natürlich um jeden Preis zu vermeiden ist.

Aus diesem Grund planen wir im ersten Schritt den Bau von Trockentrenntoiletten. Diese haben den Vorteil, dass die Ausscheidungsprodukte getrennt, kompostiert und desinfiziert werden können und dann in weiterer Folge auf den Feldern zur Düngung verwertbar sind. In einem zweiten Schritt planen wir den Bau einer Pflanzenkläranlage, um auch bei erhöhtem Wasserverbrauch einen nachhaltigen Wasserkreislauf zu ermöglichen.

Gesicherte, autarke Energieversorgung

In ganz Tansania sind insgesamt ca. 10-20 % der Bevölkerung an das Stromnetz ange-schlossen, in ländlichen Gebieten sinkt dieser Prozentsatz stark ab. Das Stromnetz in Biharamulo wird durch zwei Dieselgeneratoren versorgt, die allerdings meistens kaputt sind und somit nur sehr unregelmäßig Strom liefern. Für die Versorgung des Weiterbildungszentrums können wir es somit nicht in Betracht ziehen. Durch die übers Jahr konstant starke Sonneneinstrahlung bietet sich ein Photovoltaiksystem zur Deckung des Grundbedarfs an. Dieses System wird in Zusammenarbeit mit unserem Partner Life Earth (www.lifeearth.at) von uns geplant und aufgestellt.


Spendeninformation

Die Umsetzung dieses Projekts erfordert neben der notwendigen Zeit und Arbeitskraft auch die Deckung der anfallenden Kosten wie z.B. Baumaterialien, Transportkosten, Arbeitskräfte vor Ort, und ähnliches. Als gemeinnützige Non Profit Organisation sind wir dabei stark auf Ihre Mithilfe angewiesen.

Unterstützen Sie uns bei diesem Projekt in Tansania mit einer kleinen Spende.

Inhaber: Ingenieure ohne Grenzen Austria
Bank: UniCredit Bank Austria AG
IBAN: AT57 1200 0100 1370 5974
BIC: BKAUATWW
Verwendungszweck: IOGA-TZA-01 

Wir danken für Ihre Unterstützung.