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Projekt EduZapa Mexiko - Renovierung und Ausbau der Grundschule Emiliano Zapata

Eckdaten:

Projektgebiet: Cuartel la Mesa, Bundesstaat Michoacán, Mexiko

Zielgruppe: SchülerInnen und BewohnerInnen der Region

Zeitraum: 01/2016 - 12/2018

Gesamtvolumen: ca. 50.000 €

Projektstatus: Erkundungsphase / Beginn Planungsphase

Ausgangssituation

Die Ortschaft Cuartel la Mesa mit ihren ungefähr 1000 Einwohnern liegt 200 km westlich von Mexiko Stadt auf einer Seehöhe von 2.700 m im ländlichen Gebiet. Die meisten Einwohner des Ortes sind finanziell von Staat und Angehörigen aus der Umgebung abhängig, was nicht zuletzt an den teilweise extremen Wohlstandsunterschieden im Vergleich zu anderen mexikanischen Bundesstaaten liegt. Eines der Hauptprobleme stellt das Bildungsdefizit der Bevölkerung dar, das sich wiederum im geringen Lohnniveau und in der hohen Arbeitslosigkeit widerspiegelt. Deshalb verlassen immer mehr Jugendliche Cuartel la Mesa, um in Gegenden mit besseren Verdienstaussichten als Bauarbeiter oder Haushaltsgehilfe zu arbeiten. Auf eine höher bildende Schule schaffen es aufgrund der mangelnden Grundausbildung nur ganz wenige. Das Fehlen einer umfassenden Bildungsmöglichkeit versperrt den jungen Menschen den Weg zu einer unabhängigen Zukunft.

Projektziele und Aktivitäten

Durch die Renovierung der teilweise stark baufälligen Gebäude und die gezielte Erweiterung der örtlichen Grundschule „Emiliano Zapata“, soll auf nachhaltige und ressourcenschonende Weise eine positive Lernatmosphäre geschaffen werden. Dadurch kann zum einen die Motivation der SchülerInnen gesteigert werden, zum anderen soll sich die Schule auch zu einem attraktiven Arbeitsplatz für qualifizierte und engagierte Lehrpersonen entwickeln. Dafür müssen primär die Sanitäranlagen sowie die Dachkonstruktionen einer Sanierung unterzogen werden, andererseits auch Bewusstsein und Wissen für die ordnungsgemäße Nutzung, Wartung und Instandhaltung vorhandener Räume vermittelt werden. Durch den Neubau einer Bibliothek, Fortbildungen von Lehrpersonen und Eltern sowie Anschaffung von Unterrichtsmaterial, wird die Qualität des Unterrichts langfristig verbessert. Die Planung basiert auf gemeinsam mit der Bevölkerung ausgearbeiteten Konzepten, welche auf deren Interessen und Prioritäten zugeschnitten sind. Die Einbindung der Bevölkerung stellt ein Grundprinzip von Ingenieure ohne Grenzen Austria dar und trägt wesentlich zur nachhaltigen Umsetzung des Projektes bei. Dabei ist die mexikanische Architektin Liliana Escobar unser wichtigster Partner vor Ort.

Cuartel la Mesa liegt 200km westlich von Mexico City © OpenStreetMap-Mitwirkende
Cuartel la Mesa liegt 200km westlich von Mexico City © OpenStreetMap-Mitwirkende
Innenansicht der geplanten Bibliothek © Liliana Escobar
Blick auf die Grundschule Emiliano Zapata © Liliana Escobar

Aktuelles

Da die erste Phase der Renovierung der Escuela Rural Primaria Emiliano Zapata Ende August 2017 bevorsteht, sollten im Vorfeld bei einer zweiten Erkundungsreise noch einige Details geklärt werden, welche für den Erfolg des Projektes von entscheidender Bedeutung sein können. Der wahrscheinlich wichtigste Aspekt hierbei war herauszufinden, in wie fern die notwendigen Materialien vor Ort vorhanden sind, um die Baulogistik besser planen zu können. Ebenfalls sollte ausgelotet werden, ob die Bereitschaft der ansässigen Bevölkerung zur Mithilfe an der Baustelle weiterhin vorhanden ist – schließlich kann ein dreiköpfiges Team aus Tirol nur mit tatkräftiger Unterstützung vor Ort die gesetzten Ziele erreichen. Außerdem war es uns ein wichtiges Anliegen abzuklären, ob wir die Wünsche der lokalen Bevölkerung in unserer Planung gut umgesetzt hatten.

 

Dementsprechend traf es sich gut, dass ein Mitglied der Regionalgruppe Tirol schon geplant hatte, im Juni nach Mexiko zu fliegen. Daniel wurde von der Architektin Liliana Escobar, der Projektpartnerin in Mexiko-Stadt sehr freundlich empfangen und am Folgetag fuhren sie in das etwa 200 km westlich gelegene Cuartel la Mesa im Bundesstaat Michoacán. An der Escuela Rural Primaria Emiliano Zapata warteten auch schon einige Mütter, und ihre Kinder auf den Besuch. Die Väter waren weniger anzutreffen, da diese meistens zum Arbeiten in der Hauptstadt sind. Die Diskussionsrunde lief sehr harmonisch ab, da die ersten Arbeiten zur Ausbesserung des Bodens, der Wände und des undichten Daches in einem sich noch im Rohbaustadium befindlichen Gebäudes, sowie die Instandsetzung des Computerraumes und eines „Upcycling"-Workshops des alten Mobiliars auf allgemeinen Konsens stieß. Im Anschluss wurden die DorfbewohnerInnen, welche bereit waren, sich für die anstehende erste Ausführungsphase zu „verpflichten", um eine motivationsbekundende Unterschrift gebeten, wobei großer Andrang herrschte. Anschließend erhielt Daniel noch eine Führung über das Gelände, damit er fehlende Puzzlestücke in der Planung in Erfahrung bringen konnte. Nach diesem offiziellen Teil war noch genug Zeit, die einheimische Bevölkerung beim Badminton und Fußball spielen näher kennenzulernen.

 

Wir freuen uns bereits auf eine erfolgreiche Ausführung der ersten Bauphase – ¡Mucho exito!

 

 

Stand 07/2017

Spendeninformation

Die Umsetzung dieses Projekts erfordert neben der notwendigen Zeit und Arbeitskraft auch die Deckung der anfallenden Kosten wie z.B. Transportkosten, Arbeitskräfte vor Ort, und ähnliches. Als gemeinnützige Non Profit Organisation sind wir dabei stark auf Ihre Mithilfe angewiesen. Unterstützen Sie uns bei diesem Projekt in Mexiko mit einer kleinen Spende.

Bankverbindung:
Inhaber: Ingenieure ohne Grenzen Austria
Bank: UniCredit Bank Austria AG
IBAN: AT57 1200 0100 1370 5974
BIC: BKAUATWW
Verwendungszweck: IOGA-MEX-01

Wir danken für Ihre Unterstützung.

Kontakt

Ingenieure ohne Grenzen Austria
Regionalgruppe Tirol
E-Mail: info.tirol@iog-austria.at
Projektleitung: Dipl. Ing. Hannes Obergasser, Manuela Siehs, BSc