Flüchtlingshilfe Österreich

Projektarbeit für und mit Geflüchteten

 

Projektbeschreibung

Zur Unterstützung der Kommunikationsmöglichkeiten für geflüchtete Menschen baute die Projektgruppe mehrere Handylade- und WLAN-Stationen, die zunächst an Bahnhöfen aufgestellt und später an Unterkünfte übergeben wurden. Gemeinsam mit geflüchteten Menschen konnten die Ladestationen in mehreren Bauworkshops weiterentwickelt werden. Außerdem organisierte die Projektgruppe eine Vortragsreihe zum Thema Flucht.

 

Gesamtfinanzierung

2.300 € |  100%  | von 2.300 €

 

Als im Jahr 2015 viele Menschen nach Europa flüchteten, wollten auch einige unserer Mitglieder den Ankommenden an den Bahnhöfen helfen. Ihnen fiel auf, dass den Geflüchteten oft etwas fehlte: Der einfache, schnelle und kostengünstige Zugang zu Informationen und die Möglichkeit, mit ihren Verwandten und Freunden zu kommunizieren. Sie erkannten, dass sich all dies durch einen Internetzugang und die Möglichkeit, die eigenen Handys mit Strom zu versorgen, schnell ändern lassen würde. Aus ursprünglich einem, mit dem Handy erstellten Hotspot und ein paar Verteilerkabeln wurden bald die sogenannten PowerCubes: Mobile Ladestationen mit jeweils einem Router, der Dank Sponsoring von Hutchison Drei Austria kostenloses Internet in Bahnhöfe, Transitlager und Flüchtlingsheime brachte.

Einige der PowerCubes wurden an Hilfsorganisationen wie das Rote Kreuz übergeben.

Doch die PowerCubes waren immer noch vom lokalen Stromnetz abhängig. In einer späteren Phase des Projektes wurden sie deshalb zum mesaSolar weiterentwickelt.

Der mesaSolar ist eine solarbetriebene und somit autarke Version der PowerCubes, ausgerüstet mit Lademöglichkeiten für Handys und WLAN. Um die Kommunikation auch offline zu stärken, während das Handy aufgeladen wird, ist der mesaSolar als Picknicktisch mit einem schattenspendenden Dach gestaltet. Um sich bei Einsetzen der Dämmerung noch unterhalten und lesen zu können, wurde eine LED-Beleuchtung eingebaut, die von der Einstrahlungsstärke des natürlichen Lichts gesteuert wird.

Der dafür notwendige Lichtsensor blieb nicht lange alleine. In der letzten Entwicklungsstufe wurde der mesaSolar mit einer IoT (Internet of Things)-Box mit integriertem Umweltdatenerfassungsmodul ausgerüstet. Die dazu entwickelte Technik kann in einer kompakten Bauform genutzt werden, um an beliebigen Orten energieautark Umweltbedingungen wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu messen, die auch für die Vorbereitung von Bauprojekten von Ingenieure ohne Grenzen Austria interessant sind. Die von der mesaSolar-Codinggroup programmierte Software sowie die gemessenen Daten werden als Open Source zur Verfügung gestellt. Dank Sponsoring von Conrad, semaf electronics und produktion.io standen die nötigen Komponenten zur Verfügung und konnten im metalab zusammengebaut werden.

Der mesaSolar wurde gemeinsam mit geflüchteten Personen aus vielen verschiedenen Ländern gebaut. Die Bauworkshoptage wurden am Standort OpenMarx durchgeführt.

Beratung
Projektkürzel
IOGA-AUT-01
Projektstart
September 2015
Projektende
Dezember 2017
Projektleitung
Matthias Humpeler
Land
Österreich
Zielgruppe
Flüchtlinge
Projektstatus
Abgeschlossen
Regionalgruppe
Wien

Kontakt

Ingenieure ohne Grenzen Austria
Regionalgruppe Wien

Projektleiter
Matthias Humpeler

Unterstützt Von

Sponsoren
Conrad
Hutchinson 3 Austria

Förderstellen:
netidee open innovations